Negativzinsen und steigende Gebühren machen es für viele Kunden teurer, größere Geldbeträge auf klassischen Bankkonten zu halten. Experten empfehlen, über zusätzliche Möglichkeiten der Geldanlage nachzudenken.
Autor: Katrin Lorenz – Redakteurin für Finanzthemen, mit Fokus auf Konsumverhalten und Preisentwicklung
Datum: 9. November 2025
Was passiert
Immer mehr Banken in Deutschland erheben Gebühren für hohe Guthaben auf Giro- oder Sparkonten oder verlangen Negativzinsen für größere Einlagen. Damit sollen steigende Betriebskosten ausgeglichen und Kunden zu einem aktiven Umgang mit ihren Ersparnissen angeregt werden. Besonders Vermögenswerte über bestimmten Schwellen werden zunehmend belastet, wodurch klassische Konten für größere Beträge weniger attraktiv werden.
Warum es wichtig ist
Für Kundinnen und Kunden bedeutet dies, dass Geld auf traditionellen Konten trotz sicherer Verwahrung an Wert verlieren kann. Gleichzeitig steigt das Interesse an Alternativen, die Stabilität bieten und weniger von Bankgebühren betroffen sind. Viele Haushalte prüfen daher verstärkt andere Formen der Vermögensanlage, um Kaufkraft zu erhalten und die Kosten für die Verwahrung zu minimieren.
Expertinnen- und Expertenanalyse
Finanzexpertin Sabine Keller erklärt, dass es sinnvoll ist, Kapital nicht ausschließlich auf Konten zu halten. Sie empfiehlt, das Vermögen breit zu streuen, auch in Produkte, die flexible Renditechancen bieten oder weniger von klassischen Bankgebühren betroffen sind. So können Kundinnen und Kunden die Kaufkraft ihres Geldes sichern, während die Kosten für die Verwahrung reduziert werden.
Praktische Tipps
Kundinnen und Kunden sollten prüfen, wie viel Geld sie kurzfristig benötigen und welchen Anteil ihres Vermögens sie längerfristig anlegen können. Eine bewusste Mischung aus liquiden Konten, Festgeld, alternativen Finanzprodukten und anderen Instrumenten hilft, Gebühren zu vermeiden und gleichzeitig den Wert des Kapitals zu sichern. Wer sich informiert und Optionen prüft, kann Sicherheit und Flexibilität optimal kombinieren.
Fazit
Auch wenn die Verwahrung von Geld auf Bankkonten zunehmend teurer wird, gibt es Möglichkeiten, Ersparnisse effizient zu managen. Wer sein Portfolio breit aufstellt, Chancen und Risiken abwägt und Alternativen nutzt, kann sowohl Sicherheit als auch Flexibilität wahren und die eigene Kaufkraft langfristig erhalten.